Ein Abend zum Thema Lichtverschmutzung

Am 21. Januar 2026 lud Bargteheide Zero zu einer besonderen Veranstaltung ein: Rund 25 Interessierte aus Bargteheide, Ahrensburg und Ammersbek kamen zusammen, um sich über das Thema Lichtverschmutzung zu informieren.

Licht messen und verstehen In einem interaktiven Rundgang wurde die Umgebung unter die Lupe genommen. Mit Luxmetern und Smartphone-Apps ermittelten die Teilnehmenden die Beleuchtungsstärke auf Flächen (in Lux) sowie die Farbtemperatur (in Kelvin). Das Ergebnis war deutlich: Pollerleuchten mit gelber Folie wurden als deutlich angenehmer empfunden als das bläuliche Licht herkömmlicher Leuchten. Gemeinsam wurde diskutiert: Wie viel Licht brauchen wir wirklich für die Sicherheit, und wo schadet Überbeleuchtung eher?

Auswirkungen auf das Ökosystem Im begleitenden Vortrag wurden die ökologischen Folgen beleuchtet. Künstliches Licht stört nicht nur den menschlichen Schlaf, sondern bringt ganze Ökosysteme aus dem Takt:

  • Insekten: Werden von Lichtquellen abgelenkt und finden keine Partner zur Fortplanzung.
  • Vögel: Verlieren die Orientierung oder geraten im Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander und fliegen gegen Fensterscheiben.
  • Flora: Bäume, die nachts angestrahlt werden, halten ihr Laub zu lange und erleiden Frostschäden oder blühen zum falschen Zeitpunkt.
  • Wasserbewohner: Fische und Amphibien werden in ihrer Fortpflanzung gestört; beleuchtete Brücken können für sie zu unüberwindbaren Barrieren werden.

Konkrete Lösungen für vor Ort In lokalen Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden Maßnahmen für ihre Nachbarschaft und ihre Gemeinde.

  • Gerichtetes Licht: Wege beleuchten statt den Himmel.
  • Bedarfsgerechte Nutzung: Gartenlicht nur bei Anwesenheit (Bewegungsmelder).
  • Farbauswahl: Warmweiße oder Amber-Farbtöne bevorzugen.
  • Öffentlicher Raum: Straßenbeleuchtung nachts dimmen.

Indem wir verantwortungsbewusst mit Licht umgehen, schützen wir unsere Umwelt, unsere Gesundheit – und gewinnen den Blick auf die Sterne zurück.